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Neues vom STOP Freundeskreis - Juni 2026

  • vor 18 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Einkommensperspektiven für Communities in Westbengalen


Westbengalen gilt nach den Daten des National Crime Records Bureau (NCRB) als einer der Hauptbrennpunkte für den illegalen Handel von Minderjährigen in Indien. Betroffen sind sowohl Mädchen als auch Jungen, die Opfer von Zwangsarbeit, kommerzieller sexueller Ausbeutung und Scheinverheiratungen werden. Prekäre wirtschaftliche Verhältnisse in dieser Region zwingen Familien oft dazu, Angebote von Arbeitsvermittlern ungeprüft anzunehmen. In den Sundarbans zerstören immer häufiger auftretende Wirbelstürme die Lebensgrundlagen, was die Migrationsdynamik der Menschen massiv verschärft.

Anfang März 2026 besuchten sieben STOP-Verantwortliche die Gemeinden Jharkhali und Kultali mit dem Ziel, in Kooperation mit lokalen NGO's nachhaltige Erwerbsmöglichkeiten für die dort ansässige Bevölkerung – insbesondere für Frauen – zu erschließen.


Eine Gruppe von Frauen in einer Veranstaltung von STOP in den Westbengalen.
Eine Gruppe von Frauen in einer Veranstaltung von STOP in den Westbengalen.

Hühnerzucht zur Sicherung des Lebensunterhalts


Ähnlich einem von STOP initiiertem Projekt in der Gemeinde Aamgachi, nahe Kolkata, wurde in Jharkhali die Hühnerzucht als mögliche Einkommensquelle identifiziert. Drei Selbsthilfegruppen mit jeweils zehn weiblichen Mitgliedern wurden gegründet, die zunächst in der Fütterung, Pflege und Haltung des Geflügels geschult werden. Nach der Errichtung geeigneter Unterkünfte werden Küken lokal gekauft, die erwachsenen Hühner später vermarktet. Die Teilnehmerinnen sollen langfristig Ersparnisse aufbauen und unternehmerische Fähigkeiten entwickeln, um die Kleinbetriebe langsam auszubauen. Begleitet wird der Prozess kontinuierlich von lokalen NGOs.


Krabbenzucht in Kultali


In der Gemeinde Kultali untersuchte das Team, ob Krabbenzucht als potenzielle Erwerbsmöglichkeit an einem örtlichen Teich in Frage kommen könnte. Im Austausch mit der Gemeinde wurde ein Plan vorgestellt, der erläuterte, wie die Initiative effektiv umgesetzt werden kann. Ziel ist langfristig der eigenständige Betrieb der Krabbenzucht zur Vermarktung. Kontakte zu den örtlichen Schulen dienen dazu, diese künftig als potenzielle Veranstaltungsorte für Schulungen zur Krabbenzucht zu nutzen.


Beide STOP-Projekte wurden von der deutschen Stiftung MAS (via STOP Freundeskreis) finanziert.

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